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Aktives Recruiting eröffnet neue Potenziale in der Logistik

Warum Geschwindigkeit, Direktansprache und klare Prozesse heute über erfolgreiche Besetzungen entscheiden.

Der Bewerbermarkt in der Logistik hat sich grundlegend verändert: Fach- und Führungskräfte sind selten aktiv auf Jobsuche. Hans-Jürgen Friedrich (Haug & Friedrich) und Ralph Greiner (PM Personal) zeigen, warum klassisches Recruiting an Grenzen stößt und welche Strategien heute den Unterschied machen.

Der verdeckte Arbeitsmarkt wächst
Viele qualifizierte Logistikfachkräfte befinden sich in festen Anstellungen und reagieren kaum auf Stellenanzeigen. Wer diese Kandidat*innen erreichen möchte, muss aktiv werden: über persönliche Netzwerke, Direktansprache und spezialisierte Datenbanken. Allein bei PM Personal werden monatlich rund 2.500 Kontakte initiiert, ein Hinweis darauf, wie aufwendig erfolgreiche Besetzungen inzwischen sind.

Warum klassische Jobportale oft nicht mehr greifen
Insbesondere spezialisierte Funktionen in automatisierten Lagern oder der Kontraktlogistik lassen sich über Standardportale kaum besetzen. Zusätzlich erschweren Standortfaktoren, eingeschränkte Mobilität und geringe Homeoffice-Möglichkeiten Wechselentscheidungen. Ein strukturelles Problem der Branche.

Tempo als entscheidender Erfolgsfaktor
Ein häufiger Grund für gescheiterte Einstellungen ist nicht mangelnde Attraktivität, sondern Langsamkeit im Prozess. Rückmeldungen, die Wochen dauern, führen dazu, dass Kandidat*innen sich wieder für ihren aktuellen Arbeitgeber entscheiden. Die klare Empfehlung: spätestens innerhalb von zwei Wochen reagieren, idealerweise deutlich schneller.

Gesprächsführung neu denken
In Bewerbungsgesprächen sollten Unternehmen zuerst sich selbst präsentieren: Werte, Perspektiven und Rahmenbedingungen. Erst danach folgt die Vorstellung der Kandidat*innen. Eine klare, transparente Kommunikation stärkt Vertrauen und Entscheidungssicherheit – gerade in einem engen Markt.

Flexibilität, Generationenwechsel und neue Erwartungen
Jüngere Fachkräfte legen großen Wert auf Arbeitszeitmodelle, Entwicklungsmöglichkeiten und Teamkultur. Diese Erwartungen sind kein Widerspruch zu Leistung, sondern Ausdruck veränderter Rahmenbedingungen. Unternehmen, die darauf vorbereitet sind, sichern sich langfristig Wettbewerbsvorteile.

Partnerschaft für die Zukunft
Ab dem 1. Januar 2026 bündeln Haug & Friedrich und PM Personal ihre Kompetenzen in einer strukturierten Partnerschaft. Ziel ist es, steigende Anforderungen im Recruiting von internationaler Rekrutierung bis hin zu digitalen Tools gemeinsam abzudecken und Logistikunternehmen langfristig zu begleiten.

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